Es ist morgen, noch beinahe dunkel an einem verregneten Montag in Thun. 6 Fahrer und ein Fotograf verstauen Unmengen an Snowboard Stuff, Foto- und Film-Equipment in 2 Autos. Der Trip geht los. Mit dabei sind Thomas Schiffmann, Raphael Kunz, Dionys Gartwyl, Michel Griessen, Rino Wenger, unser Fotograf André Glauser und ich.
Wir erreichen nach knappen 4 Stunden unser Ziel: Diedamskopf, Österreich. Das Wetter präsentiert sich von seiner besten Seite. Schneeflocken so gross, wie ich sie diesen Winter nur selten zu Gesicht bekommen hab. Kurz eingecheckt in der Bio Pension Beer in Schoppernau, sitzen wir schon wieder in unseren Autos, um uns ein Bild von der Umgebung zu machen.
Nach 10min umher fahren finden wir am Strassenrand auch schon den ersten Spot. Da stehen doch in einem Feld so 2 lustige Hügel, die kurzerhand mit 2 Kicker versehen werden und daraus resultiert eine kleine feine Kickerline. Die Kompression ist nichts für schwache Nerven oder Beine, und so werden wir Zeuge von lustigen unkontrollierten Akrobatik-Sprüngen aller Fahrer.
Die Stimmung ist gut, man gewöhnt sich an die Kompression und die Action wird immer besser. Bis es beginnt dunkel zu werden, wird gefahren, gelacht, fotografiert und gefilmt. Es wird auch ab und zu mal mit dem Gesicht gecheckt, was unter dem Schnee ist. Hat Rino auch Dreck und Kies im Gesicht, lachen kann er trotzdem noch.
Zu Fuss geht’s von der Unterkunft zum Schnitzel essen. Das muss einfach sein in Österreich. Leider hat die Preiselbeersauce gefehlt, gut war es aber trotzdem. Gute Nacht.
Augen auf, raus schauen und staunen. Da liegen doch glatte 30cm Neuschnee auf den Dächern. Freude herrscht. Der Winter ist zurück. Zuerst aber mal das Frühstücksbuffet in Angriff nehmen. Wir werden verwöhnt mit einem Buffet, das seines Gleichen sucht.
Mit vollen Bäuchen und einer gewissen Trägheit holen wir die Tageskarten an der Talstation des Diedamskopf ab. Vielen Dank an Qparks und die Karin. Die Sicht ist nicht die beste, aber die Motivation auf Neuschnee durchpflügen, lässt die Gondelfahrt zu einer vorpupertären Klassenfahrt mutieren. Es folgen Pillowlines, Drops, Hänge die auch mitfahren wollen, glückliche Gesichter, nasse Kleider und ein rund um guter Tag in luftigem Powder. Mit Pizza und Brettspielen geht der zweite Tag zu Ende.
Als ich erwache, ist es deutlich heller im Zimmer als am letzten Tag. Das liegt an der Sonne, die in voller Pracht den Powder zum Glitzern bringt. Wieder Buffet, wieder ein voller Bauch und wieder ein Haufen Kleinkinder in der Gondel. Wir sehen nun das erste Mal das ganze Gebiet und das Panorama, das sich uns auftut, ist gigantisch. Berge, Berge und nochmals Berge. Auf einem dieser Berge sehen wir Gigi Rüf, der hier zu hause ist und das mit einer Line to 10m drop down eindrücklich unter Beweis stellt.
Wir sehen auch den Park das erste Mal, sehen den Fotokicker mit den zwei Absprüngen die aussehen, als könnten wir da „full full double full’s“ machen. Leider sehen wir auch Fahnen, die sich im Wind treiben lassen. Böen lassen vermuten, dass es heute schwierig sein wird, die grossen Kicker zu fahren. Neben den Kickern bietet der Sajas-Park aber auch noch etliche Jib-Elemente: Die Kinder dürfen spielen. Nach kurzer Zeit sind einige Jib-Follows im Kasten und Mittagspause steht auf dem Plan. Der Wind hat leider noch mehr zugenommen und von einer Zuversicht, den Kicker zu springen, kann momentan nicht mehr gesprochen werden.
Nach einer kurzen Alternativ-Programm-Diskussion macht sie die Meute auf, das Gebiet zu erkunden. Mit der Kamera in der Hand wird überall gedroppt, geflipt und gelacht, wenn es mal wieder einen mit dem Gesicht in den Schnee gepresst hat. Die Zeit vergeht zu schnell und wir müssen uns schon wieder auf den Weg machen.
Es hat nicht alles so geklappt, wie wir es uns gewünscht haben, aber dafür hatten wir noch mal Powder, Sonnenschein, eine super Unterkunft und einfach eine gute Zeit. Wir kommen wieder!
Vielen Dank an Qparks, Karin Weinberger und die netten Besitzer der Bio Pension Beer!
Simu Abt






















