Nachdem wir einen Tag länger als geplant in Milano geblieben sind, fuhren wir am Dienstag weiter nach Lugano, wo wir uns erst einmal auf die Suche nach einem Zelt machen mussten. Unser Zelt sollte eigentlich von unserem Skate-Rookie-Team mitgebracht werden. Das Rookie-Team entpuppte sich aber spontan als ziemlich reisescheu, weswegen wir im Tessin auf einmal ohne Rookie-Team und Zelt dastanden. Brüskiert ob solcher Dreistheit kauften wir schlussendlich ein neues Zelt und reisten weiter nach Agno, um selbiges dort aufzuschlagen. Der Abend wurde dann camping-typisch verbracht: Baden im See, picknicken und philosophieren.
Am nächsten Tag machten wir uns auf zum legendären Bowl in Lugano. Dieser wurde kürzlich extra für den “Vans Off the Bowl”-Contest neu bemalt, auf der Seite vom Blackoutmag gibt’s im Übrigen einige Bilder vom Contest. Zunächst wollten wir nur kurz im Jokershop vorbeischauen, dann eine Stunde den Pool skaten und anschliessend noch in Bellinzona vorbeischauen. Aber wie das halt noch öfters so geht, gefiel es uns im Bowl so sehr, dass wir gleich den ganzen Nachmittag dort verbrachten und das mit Bellinzona verschoben. Vor Allem Chrigu schien seine Freude am Bowl zu haben und brachte uns mit seinem Backside 5-0 im Deepend zum Staunen. Lustig war auch das Zusammentreffen mit Jari von den Warriors im Jokershop, den wir bereits am Montag im Bastardshop in Milano gesehen hatten.
Nach zwei Übernachtungen im Tessin traten wir dann den Heimweg an, wir hatten uns mittlerweile richtig ausgeskatet und die körperlichen Blessuren liessen sich auch nicht mehr mit einmal ausschlafen kurieren. Knapp fünf Stunden später trafen wir in Thun ein und waren auch irgendwie froh, wieder nach Hause zu kommen. Das soll jetzt aber nicht heissen, dass der Trip keinen Spass gemacht hätte. Das Ganze war für uns alle eine einmalige Erfahrung, mit einigen ernüchternden, aber auch haufenweise schönen Erlebnissen. Die Reise hat sich nach anfänglicher Skepsis doch noch als gute Idee bewiesen, und jetzt, wo man wieder einige Tage zu Hause verbracht hat, hätte man eigentlich schon wieder Bock, die sieben Sachen zusammenzupacken und wieder aufzubrechen.






