Back2Style Review

6:35, bääääh. Wenn man schon so früh aufsteht, muss der Tag doch was Anständiges bringen, dachte ich mir letzten Samstag Morgen. So begab ich mich dann nach kurzer Anziehphase und ohne Frühstück (man hat ja natürlich nichts eingekauft am Tag vorher) aus unserem Haus in Grindelwald, um den 7:01-Bus zum Bahnhof runter zu nehmen. Der Plan wäre dann gewesen, in Wilderswil bei Interlaken auszusteigen, wo mich dann FreestyleTV-Birri und Simu mit dem Auto abholen sollten. Pläne sind schön, doch wie sagt man so schön und grammatikalisch unkorrekt: Erstens kommt es Anders, zweitens als man denkt.

Natürlich kam der 7:01-Bus nicht, denn es war Samstag und eben dieser Bus ist anscheinend als Schulbus gedacht, so dass man eine halbe Stunde früher oder später auf den Bus hätte gehen können. Meinem Zug, der um 7:19 abfuhr, war das selbstverständlich egal. Trotz einem engagierten Fussmarsch verpasste ich diesen Zug, so dass ich erst eine halbe Stunde später in Wilderswil ankommen sollte. Also schickte ich eine entschuldigende SMS für meine Verspätung und hoffte, dass das unseren Zeitplan nicht zu sehr durcheinander bringen würde.

Allerdings hätte ich warscheinlich zu Fuss bis nach Wilderswil laufen können, denn dank eines nicht weiter genannten Teilnehmer der Reise (kleiner Hinweis: es war nicht Simu), der verschlafen hatte, durfte ich noch über zwei Stunden vor dem Migrolino in Wilderswil warten. Und wer dieses Schattenloch kennt, weiss, dass die Sonne sich vor 9:45 dort nicht blicken lässt, entsprechend kalt war die Warterei, trotz zwei Bechern Coffee-to-Go, bzw. Coffee-to-Wait-for-your-Friends.

Irgendwie wurde es dann doch noch 10:00, mein „Taxi“ traf ein und so traten wir den weiten Weg bis nach Schwyz an. Um 11:45 kamen wir dann im Stoos an (für den Contest, der um 10:00 begann), natürlich an der falschen Seite des Berges. Trotzdem kamen wir irgendwie zu unseren Tickets, nahmen die zwergenhaft anmutende Gondel nach oben, wo wir dann auf der Suche nach dem Kicker durchs Dorf hetzten. Schlussendlich hatten wir immerhin noch einen Trainingsrun am Kicker zur Verfügung, bevor der Contest begann.

Vor unsere Ankunft war bereits der Heli vor Ort, da sich anscheinend jemand die Landung etwas verfehlt hatte (wir wünschen gute Besserung an dieser Stelle). Nicht gerade beflügelt von dieser Info starteten wir dann unsere Quali-Runs, wobei man vier Runs zur Verfügung hatte, in denen man einen 180°, 360°, 540° und 720° zeigen musste, wobei es Zusatzpunkte für das Drehen in alle vier Richtungen gab. Dabei muss erwähnt werden, dass man in der Quali wirklich kaum einen schlechten Trick gesehen hat, das Motto Back2Style schien den Fahrern recht gut zu passen. Ebenfalls erwähnenswert war Ändu Arn, der bei seinem Back 180° wirklich das Letzte aus der Landung geholt hat.

Die Judges hatten dann einen entsprechend harten Job, um die besten 8 Fahrer für’s Finale rauszupicken. Im Finale war das Judgen dann warscheinlich nicht viel einfacher, auch wenn das Format geändert hatte: Die Fahrer konnten sich zwei Tricks herauswürfeln, wobei entweder ein Straight Air, Switch Straight Air oder 180 bis 720 zur Wahl stand. Julian Fürsinger hatte z.B. das Pech, den gefürchteten Switch Straight herauszuwürfeln, den er aber bravourös und mit Switch Tailgrab erledigte.

Nach einigen echt schicken Runs stand dann die Rangliste fest und der Contest war offiziell zu Ende. Das hinderte die Fahrer aber nicht am fahren, so dass man nach einem Rapid Fire noch einige schöne Einzel-Tricks zu sehen bekam, so wie zum Beispiel einen Frontflip vom Fizzle. An der Rangverkündigung bekam dann Phipu Hänni wie bereits letztes Jahr den ersten Platz und dafür die Trophäe auf den Kopf, eine wunderschöne Back2Style-Kappe, nebst Fr. 1000.-. Unser Styledüüd himself Simon Abt staubte verdient den zweiten Platz und 500.- Stutz ab, yeah! Dritter wurde Local Roger Schuler.

Rangliste:

1. Phipu Hänni
2. Simon Abt
3. Roger Schuler
4. Clemens Jezler

Check out www.back2style.ch bzw. FreestyleTV für bewegte Bilder vom Event.

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