Review Monstergap Oldschool Day 2010

Lange Haare, kurze Hosen, Kniesocken, Keramikwheels, Rollschuhachsen und Surfstyle. So oder so ähnlich stellt man sich die Anfänge des modernen Skateboardens in den 60er-/70er-Jahren des letzten Jahrhunderts vor. In Erinnerung an die Skateboardpioniere der Dogtown-Ära fand letzten Samstag der Monstergap Oldschool Day 2010 in der Bucht in Spiez statt.

Ursprünglich geplant war, den ganzen Contest im Zweierteam-Modus durchzuführen und anschliessend einen Preis für’s beste Team und einen Preis für die beste Verkleidung zu verteilen. Leider waren sich die meisten der Skater zu cool, um sich dem Dresscode gemäss einzukleiden, dementsprechend konnte man die verkleideten Leute an einer Schreinerhand abzählen. Wie auch immer, so oder so stand jedenfalls das Skateboarden an diesem Tag im Vordergrund.

Die Organisatoren entschlossen deshalb kurzerhand, zuerst den Teamcontest wie geplant durchzuführen, und danach eine separate Oldschool-Session anzuzetteln, was sich dann auch als hervorragende Idee herausstellen sollte.

In der Qualifikation hatte jedes Team zwei Runs a zwei Minuten, um den Spiezer Skatepark möglichst schick auseinander zu nehmen. Das Niveau ging von Kickflips im Flat bis zu harten Combos an den Curbs und Rails, und genau das ist es, was die Contests in Spiez ausmacht. Es geht nicht darum, der Beste zu sein, sondern einfach eine gute Session mit Gleichgesinnten zu haben.

Natürlich musste man aber trotzdem etwas zeigen, um im Finale noch einmal fahren zu dürfen. Einige Teams stachen klar hervor und zeigten in der Quali schönes Skateboarden, wie das KIDNAP-Team „Die längä Cheibä“ mit Sändu Steffenon und Disu Gartwyl, das „Asian-Team“, „Gross und Chli“ sowie das Team um Ädu Schneider und Jögu, deren Teamname mir partout nicht mehr einfällt.

Im Finale hatten es die Judges dann nicht einfach, einen Sieger zu ermitteln. Ädu und Jölu standen so ziemlich alle ihrer Tricks, Sändu und Disu machten härtere Tricks, die sie sich allerdings regelrecht erkämpfen mussten. Nach einigen zum Teil harten Bails fuhren sie ihre Tricks dann doch noch raus, wobei das Publikum mitfieberte und bei jedem gestompten Trick so jubelte, wie man sich das an einem Contest vorstellt. Die Entscheidung um den ersten Platz drehte sich dann um Zehntelspunkte, am Schluss sah das Podium so aus:

  • 1. Sandro Steffenon und Disu Gartwyl
  • 2. Ädu Schneider und Joel Loretan
  • 3. Noel und Lior Mamman

In der anschliessenden Oldschool-Session ging es darum, eben ein paar Oldschool-Tricks zu machen. Dabei gab es Laybacks, Ollie Grabs über die Pyramide und vor Allem ein paar heftige Tricks an der Quarterpipe zu sehen. Approvedline-Chef Mägi Glaus war in seinem Element und zog riesige Airs, und Contest-Organisator Fabian Scheidegger stickte einen Blunt mit Nosegrab in der rutschigen Quarter. Daneben gab es jede Menge Tricks wie die von Local Kevin, für die ich den Namen nicht einmal weiss. Am Schluss ging der 1. Platz in der Oldschoolwertung an irgend einen schrägen Typen in Hotpants und Kniesocken.

Nachdem die Preise von KIDNAP, ApprovedLine, CampAthletics und Vans an die Anwesenden verteilt worden waren, wurden noch einige letzte Tricks gemacht, bevor man sich auf den Heimweg machte. Vielen Dank an’s Monstergap fürs Organisieren, an alle die mitgefahren sind und natürlich an alle Zuschauer. Danke auch an Nico Scheidegger für die Fotos!

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