Review Gravity Park Jubilee Creative Rave

Millennium. Das Jahr 2000. Das neue Jahrtausend ist gerade erst angebrochen, das Ende der Welt ist entgegen einiger Befürchtungen (noch) nicht eingetreten. Adolf Ogi wird Bundespräsident, der Königsfliegenpilz wird Pilz des Jahres und Reto Kestenholz beginnt seine Arbeit als Shaper in Zermatt.

Zehn Jahre später. Das Jahr 2010. Adolf Ogi muss sich einer Rückenoperation unterziehen, Pilz  des Jahres ist die Schleiereule, und der Gravity Park? Der hat das letzte Jahrzehnt mit Bravour überstanden, und trotz Finanzkrise, Globaler Erwärmung und Web 2.0 steht im Sommer in Zermatt immer noch ein Park, der sich international sehen lassen kann. Und er hat sogar eine eigene Facebook-Seite.

So etwas muss man natürlich feiern (das 10-jährige Bestehen, nicht die Facebook-Seite), und so lud Reto letztes Wochenende zum 10 Years Gravity Park Jubilee Creative Rave. Und es war wie bei Jim Morrisons Ausspruch in Waynes World II: „Wenn du sie rufst, werden sie kommen.“

Nebst der Turbo Boost Super Park Shape Crew samt ehemaligen und aktuellen Mithelfern war die Shaba Cru samt Anhang, Clemens Jezler, Phippu Hänni und FreestyleTV vor Ort. Von den Nolliepop-Protagonisten waren Tömi Schiffmann, Michel Griessen, Raphael Kunz, Juan Rivera, Luki Blaser und meine Wenigkeit anwesend.

Nach dem obligaten Willkommensbier am Freitag Abend wurden die sprichwörtlichen Zelte im Garten der Shaper-WG aufgeschlagen, da die Wohnung selbst nicht genug Platz für alle Besucher aufwies. Am Samstag wurde dann die erste Runde im Gravity Park auf 3600 Metern gedreht. Der Park war mit Ausnahme der etwas angeschlagenen Pipe in wie gewohnt ausgezeichnetem Zustand. So wurde von Beginn weg geshreddet, was das Zeug hielt. (Und das Zeug hielt an diesem Wochenende viel.)

Die Shabaner nahmen wie üblich mehrheitlich die Rails auseinander, während Reto, Phippu und Clemu sich auf den grossen Kicker (der diese Bezeichnung auch verdient, siehe Retos Bild unten) konzentrierten. Nachdem die Lifte um 13:00 schlossen, wurde die restliche Energie der restlichen Anwesenden ins Shapen der üblichen Parkelemente samt einiger Bonushindernisse investiert. Letztere beinhalteten mehrere Mini-Corner, eine Stepup-to-Mini-Quarterpipe-Combo und sogar einen kleinen Cradle mit Wallride drüber.

Nach dieser Resteverwertung begab man sich ins Tal, um sich aufs Grillen beim Penthouse der Shabas vorzubereiten. Nachdem man sich hier die Bäuche gefüllt hatte, ging es weiter ins Grampis, wo Reto noch zum (viel zu üppigen) Apéro geladen hatte. Nachdem man auch das überstanden hatte, ging’s weiter in Hischi, um dem weiteren Alkoholkonsum zu frönen.

Als weise zeigte sich, wer den Abend hier beendete und den Heimweg antrat, um genug Schlaf für die Session am nächsten Morgen zu tanken. Die Törichten unter uns allerdings zogen noch weiter, das Ergebnis zeigte sich dann am nächsten Morgen: Manche (wenn auch nur wenige) waren früh auf dem Berg, Manche spät… und Manche gar nicht.

Da ich leider zur dritten Gattung gehöre, kann ich euch nicht schildern, wie es am Sonntag auf dem Berg aussah. Man sagt sich aber, dass der Zeitplan vom Flyer nicht allzu ernst genommen wurde und die Leute einfach das shreddeten, wozu ihnen gerade zu Mute war. Die Pipe hätte erstklassig ausgesehen, es sei ein grossartiger Tag gewesen, Lukas Blaser bzw. Gabriele Detta hätten den Most Creative Award eingeheimst und es wären Give-Aways von Zimtstern und Electric verteilt worden.

So oder so war es ein geniales Wochenende und ein mehr als würdiges Jubiläumfest für den Gravity Park. Wir danken Reto und den Shapern für die Beherbergung und Organisation, wünschen Adolf Ogi gute Besserung und freuen uns darauf, was die nächsten zehn Jahre zu bieten haben.

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