Skatetrip: Part Two

Am Montag Nachmittag wollten wir uns in der Nähe des Hafens nach dem Skateshop und einem Spot, den uns die Locals empfohlen hatten, umschauen. Leider fanden wir nach etwa einer Stunde Suche im 30° warmen Nizza weder den Spot noch den Shop, also machten wir uns auf zum Denkmal, von dem wir im ersten Bericht bereits erzählt haben.

Die anderen waren gerade dabei, sich einzufahren, während ich ein paar Arty-Shots des Spots einzufangen versuchte, als die einheimischen Ordnungshüter per Fahrrad angefahren kamen. Die Locals hatten uns zwar gesagt, dass man besser gehen würde, wenn die Polizei kommt, was für uns aber kaum eine Option war. Erstens hätten wir die ganze Kameraausrüstung vorher irgendwie verstauen müssen, zweitens kennen wir uns in Nizza zu wenig aus um vor der Polizei flüchten zu können und drittens weiss man ja vorher nicht, wann selbige kommen wird. Dass man an öffentlichen Plätzen nicht skaten darf, sind wir uns gewohnt, dabei geht es aber meistens um Pedanterei als Begründung des Verbots. Dass wir hier aber den Polizisten durch unsere Anwesenheit persönlich beleidigen würden, damit hatte keiner gerechnet.

Seine Kollegin erklärte uns, das Denkmal sei „wie ein Grab“, als Andenken an die gefallenen Soldaten im zweiten Weltkrieg. Das hatten wir natürlich nicht gecheckt, klar dass man an so einem Ort nicht Skaten darf. Was dann weniger nötig war, war der Polizist, der meinte, uns den zweiten Weltkrieg erklären zu müssen und uns alle teilnehmenden Länder aufzuzählen, mit der mehrfachen Erwähnung, dass die Schweiz ja nicht teilgenommen hat. Ob wir das denn nicht in der Schule gelernt hätten, und so weiter. Es kam so rüber, als hätte er persönlich teilgenommen. Danach machten wir uns ohne Footage auf den Heimweg. Im übrigen steht eine Überwachungskamera an dem Spot, weswegen auch klar ist, wieso die Polizei so schnell da war.

Gestern Dienstag stand ein Tagesausflug nach Monaco auf dem Programm, mit dem nur einen Euro teuren Bus waren wir nach 45 Minuten Reisezeit da. Da ich einen Onkel in Monaco habe, der uns eine Stadtführung anbot, verzichteten wir auf die Skateboards und beschränkten uns auf Sightseeing. Der Zwergstaat Monaco ist einfach der Wahnsinn, in jeder Hinsicht. Die Prestige fliesst den Leuten nur so aus den Poren, man hat Geld und zeigt das auch. Ich habe noch nie so viele Nobelkarossen auf einem Haufen gesehen. Was die Monegassen sich da an Häusern auf die Klippen gestellt haben, ist unglaublich, vor Allem die antiken Gebäude wie die katholische Kirche, das Museum oder der ganze Berg, auf dem der Palast des Prinzen steht.

Nach dem Besuch des Museums schauten wir noch kurz am Hafen vorbei, wo im übrigen auch der Yachtclub von Monaco residiert. Bei der Vorstellung, wie viel Geld diese Typen dort haben mussten, musste ich fast schon lachen. Nachdem wir von meinem Onkel zum Mittagessen eingeladen wurden, schauten wir uns eine Strasse an, die am Grand Prix in eine Formel-1-Strecke verwandelt wird. Auf dem kleinen Berg namens Monte Carlo gingen wir kurz ins Casino, anschliessend wurden wir von meinem Onkel zu einem Kaffee eingeladen, wobei wir noch etwas den Reichen und/oder Schönen beim reich und/oder schön sein zusehen konnten. Als schliesslich noch Tara Reid über den Platz flanierte, war unser Eindruck von Monaco komplett. Auch wenn wir zwar schön, aber nicht reich sind und das Leben des Adels gar nicht unser Ding ist, war es doch ganz lustig, einen Blick in diesen recht schrägen, doch auch ziemlich schönen Zwergstaat zu werfen. Unser Dank gilt meinem Onkel und Tara Reid.

One thought on “Skatetrip: Part Two

  1. juhuijuhi… mersi zum schribe, äs fägt zum läsä..

    gruess, burri us san diego mit mojito.

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